Österreich
Fragen an Irina von Bentheim:
Sie selbst haben gerade eine “Sex & The City” Hör CD herausgebracht, sind auf Lese-Tournee Wie erklären Sie den allgemeinen “Hype”, der rund um Serie entstanden ist?
Zum 1.Mal werden im deutschen Fernsehen die wahren Wünsche, Phantasien und Gedanken der Frauen behandelt und die Männer als Sexualobjekte betrachtet. Das hat es so noch nicht gegeben. Es werden Themen öffentlich behandelt, an die sich Frauen so vielleicht noch nicht herangewagt haben. Sie merken, dass sie nicht allein sind und das ermutigt sie wahrscheinlich offener ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Angeregt durch die Serie finden sie auch die Möglichkeit, humorvoll mit den Knackpunkten in ihrer Beziehung umzugehen. Hier wird ein neues weibliches Selbstbewusstsein präsentiert, mit Charme und Sexappeal Erfolge zu feiern, ohne dabei Männer kopieren zu müssen, aber auch ohne als “Betthäschen” abgestempelt zu werden.
Wenn Sie die vier Hauptprotagonistinnen der Serie als Beispiele heranziehen: Mit welcher von Ihnen können Sie sich persönlich am meisten identifizieren?
In jeder von uns steckt eine männermordende Samantha, eine romantische Charlotte, eine schroffe Miranda, ich kann mich in einigen Punkten- wie die meisten Zuschauerinnen – mit allen dreien identifizieren. Und: steckt nicht in jeder von uns “ein bisschen Carrie”?
Mit Carrie habe ich auch noch die Parallele, dass ich lange Zeit als Reporterin fürs Radio unterwegs war, immer auf der Suche nach Geschichten und Promis.
Ich will auch immer perfekt sein und bin es genauso wenig wie sie. Allerdings habe ich keinen Schuhtick.
In meinem Kleiderschrank finden sie keine Gucci, Escada oder Chanel- Kleider, aber dort geht es ebenso abwechslungsreich zu, wie auch in Carries Kleiderschrank. Er ähnelt einem Kostümfundus. Aber mein Stil ist nicht einfach nur teuer.
Es scheint, dass sich in der Serie die Vorzeichen umgedreht haben: Die Frauen als das starke, die Männer als das schwache Geschlecht? Wie sehen Sie das?
Ich sehe das sehr positiv. S.o.
Nervt es Sie mitunter, als “Stimme von Carrie” apostrophiert zu werden? Haben Sie Angst, dass Irina von Bentheim da auf der Strecke bleibt oder hilft es eher weiter?
Ich bin gern die Stimme von Carrie und auch stolz darauf.
Ich bedauere nur, wenn ich auf diese eine Stimme festgelegt werde. Das geschieht manchmal bei der Besetzung anderer Serien, für die ich dann nicht ausgewählt werde, weil einige Fernsehredakteure sich nicht vorstellen können, wie ich in andere Rollen reinkrieche, und dass ich noch sooo viele andere Stimmen habe. Es ist immer schön, wenn selbst gute Freunde mich als Stimme von Minni Driver, Naomi Watts oder Claire Forlani nicht erkennen.
Und was sich während meiner Shows heraus kristallisiert hat ist, dass das Publikum kommt, um Irina von Bentheim auf der Bühne zu sehen. Das freut mich sehr und deshalb gibt’s in Zukunft auch noch mehr davon.











