Presse


Foto: C.Schiffers

Bei der Präsentation ihres Films „zum Ausziehen verführt“ ergab sich folgender Dialog mit Sarah Jessica Parker:

Jessica, kennen sie ihre deutsche Synchronstimme, Schauspielerin Irina von Bentheim?

Irina von was?

Von Bentheim.

Wo liegt das?

Es ist ein Nachname. Ein adliger.

Wow, das ist ja fantastisch. Bitte grüßen Sie sie sehr herzlich von mir.

Franziska v. Mutius


„DIE SINNLICHE STIMME DER STARS“

espace, Bern, 15.05.04 GALA, Nr. 19, 6.Mai 2010

Sex and the City:
„Carrie fällt mir leicht“

Seit 2001 leiht Irina von Bentheim Carrie Bradshaw ihre Stimme. Gala sprach mit ihr über Carrie, Mr. Big und Aidan
05.05.2010 16:43
(Foto: Picture Alliance

Gibt es Parallelen zwischen Ihnen und Carrie?

So wie Carrie arbeite ich als Journalistin, sitze viel am Laptop und bin ihr vom Temperament her sehr ähnlich. Was mich ganz klar unterscheidet, ist, dass ich für mein Leben gern koche. Carrie benutzt ihren Ofen ja eigentlich nur, um aussortierte Schuhe zu verwahren. Außerdem bin ich ein sehr naturverbundener Mensch. Mich können Sie mehr mit der Natur locken als mit Gucci und Armani.

Die vier Damen sind endlich wieder vereint.9. April 2010: Ist bei Carrie und ihrem Mister Big etwa die Luft raus?Etwas erregt hier Carries Aufmerksamkeit.Kein Wunder, denn wenn der Göttergatte mit einer heißen Brünetten wie Penélope Cruz an der Bar sitzt...Carrie weiss nicht, was los ist...Mister Big gibt sich unschuldig.

 

Was ist ihre absolute SATC- Lieblingsszene?
Die Auseinandersetzung mit Aidan ist mir sehr nah gegangen. Ich habe das nach meiner Trennung ähnlich erlebt – und wie Carrie geweint. Es gibt aber auch absolute Highlights: In einer Szene ist Carrie sturzbetrunken und singt auf der Straße. Das hat Spaß gemacht! Das Schöne ist, dass mir Carrie sehr leicht fällt. Vor allem ihr trockener Humor!

Wer wäre Ihr Traummann – Mr. Big oder Aidan?
Ich kann das Faible für Big verstehen: Er sieht super aus, ist aber unnahbar, zeigt kaum Gefühle und hat eine Bindungsphobie. Auf so einen fällt man leicht rein. Ich aber nicht. Ich fand Aidan, seinen Vorgänger, viel toller: Künstler, Naturbursche – und knackiger Hintern. (lacht)

Wird es Ihrer Meinung nach einen dritten Film geben?
Das kann ich mir momentan schlecht vorstellen, aber warum keine neue Staffel der Serie? Man könnte doch mal Midlife-Crisis und Klimakterium auf eine tolle Weise umsetzen – kurz und knackig in 20 Minuten.

Irina von Bentheim bringt „Sex and the City“ nach Thüringen

  • In Weimar las Irina von Bentheim, die Stimme von Carrie Bradshaw, erotische Literatur. Foto: Candy Welz
„Sex and the City“ hat das Leben von Irina von Bentheim verändert. Wer die Augen schließt und ihr lauscht, hört Carrie Bradshaw Obendrein ist die der Grund, warum Irina von Bentheim jetzt in Weimar las.

„Es war immer ein Traum, einmal nach Weimar zu kommen“ sagt Carrie Bradshaw. Sagt es mit dieser einzigartigen Stimme irgendwo zwischen Ananas und Honig, zwischen weich und überraschend frisch. Wer die Augen geschlossen hält, hört bei dieser Lesung weiter den Star aus der erfolgreichen „Sex and the City“-Reihe. Wer sie öffnet, sieht eine Frau, die Carrie nur ähnlich sieht: Irina von Bentheim. Das weizenblonde Haar fällt weich um ihr Gesicht, der schwarz-weiße Bustier sitzt vorteilhaft, ihre blau-grünen Augen blitzen fröhlich, die tiefrote Designer-Handtasche steht griffbereit. Vor neun Jahren wurde Irina von Bentheim, als Synchronsprecherin seit Jahrzehnten im Geschäft, Carrie Bradshaws deutsche Stimme. Dass diese Stimme besser zur Rolle passt als die der Original-Carrie Sarah Jessica Parker, hört die 47-Jährige oft. Sogar die amerikanische Schauspielerin selbst sagte das, nachdem sie die deutsche Fassung gehört hatte. „Süß, oder?“, sagt von Bentheim dazu. In Weimar taucht sie „aus einer kleinen Märchenwelt“ wieder in die Realität ein. Die Märchenwelt ist „Sex and the City 2“, das sie noch bis 11. Mai synchronisiert. Die Realität hingegen besteht für Irina von Bentheim aus Lesungen erotischer Literatur, aus Bühnenauftritten mit ihrem Programm „Ein Paar mit (Ge-)Biss. Alt werden für Anfänger“ in Berlin. Denn das Altern, sagt sie mit diesen 47 Jahren, die man ihr nicht ansieht, braucht Humor. „Wenn einem das Lachen vergeht, ist alles vorbei“, findet von Bentheim. Deshalb war sie auch von „Sex and the City“ sofort begeistert, als sie 2001 die ersten Szenen sprach. Für sie ist der Hype längst nicht vorbei: „Da kommt sicher noch etwas nach.“ Dann, wenn dieser Film in die Kinos kommt, den sie als eine von wenigen schon gesehen hat und über den sie nicht mehr als ein breites Grinsen verrät. Bis zum nächsten Projekt liest sie also. Wie in Weimar, aus Gloria Vanderbilts „Die Bienenkönigin“. So lange hört man Carrie Bradshaw Sätze sagen, bei denen selbst die lüsterne Samantha aus der Kult-Serie rot anlaufen würde. Und sieht Irina von Bentheim. Wie sie erst im allerletzten Moment ihre Brille mit Goldrand aufsetzt. Und liest. Ohne rot zu werden.

Eva Weber / 07.05.10 / TA

Lieber Hippie als Prinzessin

Irina von Bentheim will für ihren Charme und nicht für ihren Namen gemocht werden

Wenn Irina von Bentheim in einem Gespräch den Eindruck gewinnt, dass jemand nur deshalb freundlich zu ihr ist, weil zwischen ihrem Vor- und Nachnamen dieses „von“ steht, dann wird die Schauspielerin schnell sehr frostig. „Ich kann solche Oberflächlichkeiten nicht leiden. Mich soll man mögen, weil ich vielleicht besonders charmant oder witzig bin, aber doch nicht wegen des Namens, für den ich nichts kann!“ Egal ist ihr der Name trotzdem nicht. „Ich mag es nicht, wenn jemand dieses „von“ abkürzt. Das ist wie eine Amputation.“ Auch ihr 2006 verstorbener Vater, der SFB-Journalist Alexander von Bentheim, der als Erster die Tagesthemen moderierte, reagierte immer mit einer Ermahnung, wenn jemand „Herr Bentheim“ zu ihm sagte: „Von Bentheim – so viel Zeit muss sein!“

Für die Familiengeschichte der von Bentheims hat sich die 44-jährige Schauspielerin, die als Kinderstar an der Seite von Heinz Erhardt, Heinz Rühmann und Peter Alexander vor der Kamera begann und Sarah Jessica Parker in der Kultserie „Sex and the City“ die Stimme lieh, nie besonders interessiert. Sie wolle das aber irgendwann nachholen. „Bisher weiß ich nur, dass sich die Familie bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen lässt.“ Irina von Bentheim, die mit einem Bürgerlichen verheiratet war, von dem sie aber wieder geschieden ist, erzählt, ihr Zweig der Familie habe sich nie um standesgemäße Ehepartner geschert. Eine Großmutter väterlicherseits stamme zum Beispiel von einer tschechischen Bauernfamilie ab. Und mancher Vorfahr heiratete, um seine Kasse wieder zu füllen: „In der Familiengeschichte gibt es Macho-Lebemänner, die alles Geld verspielten, dann eine reiche Frau heirateten und von vorn anfingen.“

Schon als Kind ärgerte sich die kinderlose von Bentheim über zwei verbreitete Irrtümer: „Wenn einer
‚von‘ heißt, dann denken viele, dass er aus reichem Hause stammen muss und sich ganz bestimmt für was Besseres hält.“ Dass ihre Eltern für ihren Lebensunterhalt geackert haben, wie sie es auch tut, übersteigt die Vorstellungskraft vieler Menschen. Verständlich, dass die kleine Irina mit dem Traum vieler Mädchen nichts anfangen konnte: „Ich wollte ein Hippie sein und keine Prinzessin.“ Vielleicht als Spätfolge dieses Traums reist Irina von Bentheim heute jedes Jahr zwei Wochen nach Indien, in das Lieblingsland der Hippies. Diese Woche kam sie gerade erst von so einem Trip zurück, bei dem sie ein Seminar über die Energiezentren des Körpers besucht hat. Eigentlich wollte sie in Indien auch die Texte für ihr am Montag startendes Gastspiel mit Klaus-Peter Grap als „Ein Paar mit Biss“ im Kabaretttheater
‚Die Stachelschweine‘ lernen. „Ging aber nicht, weil bei einem Zimmerbrand – ich hatte vergessen, eine Kerze zu löschen – alle Manuskripte zerstört wurden.“ Die Texte hat sie jetzt noch schnell in ihrer Zweieinhalbzimmer-Wohnung am Schlachtensee gelernt.

Bereits erschienen: Tini Gräfin von Rothkirch, Eckart von Hirschhausen

Berliner Zeitung, 11.08.2007

Andreas Kurtz


Siegessäule:

Es war Liebe auf den ersten Blick. Als Irina von Bentheim im Jahr 2001 begann, Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“ ihre Stimme zu leihen, fühlte sie sich gleich als fünftes Mitglied der New Yorker Girlgroup: „Ich habe oft in solchen Vier-Mädels-Gruppen gelebt. Ich bin im gleichen Alter, ich lebe in der Großstadt, ich schreibe gerne – und ich empfinde mich oft als Single, auch wenn ich mit Männern zu tun habe.“ Und sie hat schon immer gerne über Sex geredet. Ein bisschen, weil sie gerne provoziert, sicherlich, vor allem aber, weil sie sich dafür interessiert, wie man mit seiner Sexualität und trotz der ewigen Sehnsucht nach Mr. Right glücklich wird – in Zeiten, in denen es für die Liebe keine Patentrezepte mehr gibt.

Carrie Bradshaw ist die experimentierfreudige Chronistin dieser Zeiten. Anfangs wurde Irina von Bentheim ihr immer ähnlicher. Sie nahm die Kolumnen der New Yorker
Journalistin Candace Bushnell, authentisches Vorbild von Carrie Bradshaw, als Hörbuch auf und integrierte sie in eigene Bühnenshows.
Dann überwog ihr
journalistisches Interesse. In „Sex nach 8” im BKA befragt sie ihre Talk-Gäste neugierig
– gierig – über ihr Liebesleben. Und in „Sex nach 9“ auf Radio Eins staunte sie begeistert über die Schwanzgrößen in schwulen Pornos und befasste sich hingebungsvoll mit Fragen wie „Sind unordentliche Frauen eigentlich besser im Bett?“ Zur Zeit spielt von Bentheim mit dem Schauspieler Klaus-Peter Grap in der Sketch-Show „Ein Paar mit Biss“ kleine
Beziehungsdramen durch – akustischer Orgasmus aus dem Off inklusive.

Von Carrie hat sie sich bei all dem schnell wieder emanzipiert, denn sie hat eine Mission: „Ich will, dass Sexualität etwas Selbstverständliches wird. Wir denken immer, wir wissen alles über Sex, aber wenn es um uns selber geht, dann stimmt das plötzlich nicht mehr.“ Dabei weiß sie durchaus, wohin die Reise für sie persönlich
geht: nach Indien. Nach der Sommerpause will sie in „Sex nach 8” über Tantra und das Kama Sutra sprechen. „Wenn zwei Menschen beim Sex miteinander verschmelzen, ist das ein spiritueller, ein heiliger Akt. Das ist es, was mich jetzt interessiert.“

Holger Wicht


Die Stimme der Sarah Jessica Parker aus „Sex and the City“. Die Berlinerin ist vor und hinter Kamera und Mikrofon groß geworden. Bekannt wurde sie auch durch ihre Moderationen, Interviews, Reportagen und Talk-Sendungen im alten Rias und auf Deutschland Radio Berlin. Sie war Kinderfilmstar, ist der Schauspielerei immer treu geblieben und tourte jahrelang mit ihren musikalischen Lesungen durch die ganze Welt. In Berlin hat sie inzwischen ihr Stammpublikum und liest auch immer öfter eigene Texte. Seit 2004 steht sie mit einem eigenen Soloprogramm auf Bühnen im gesamten
deutschsprachigen Raum (mehr unter „Projekte“). Neben den Hörbüchern „Sex and the City Vol.1 und Vol.2“ sind neue Hörbuchreihen auf dem Markt www.talkinthecity.de, www.audiobuch.com

Die Welt, 23.03.04


Dass Carrie ihr mittlerweile zum zweiten Ich geworden ist, wissen wir. Aber Irina von Bentheim zeigt, dass sie mehr kann. Sie wechselt virtuos zwischen Carrie und ihren Freundinnen, spricht psychotische Kinder und Mütter genauso überzeugend wie Mr. Big. Mit ihrer extrem wandlungsfähigen Stimme schlüpft die Synchronsprecherin absolut überzeugend in die unterschiedlichsten Rollen.

amazon.de, Mai 2004


Die geliehene Stimme

Ohne sie würden Carrie aus der amerikanischen Kultserie „Sex and the City“ die Worte fehlen: Die Berlinerin Irina von Bentheim ist Synchronsprecherin. In vielen Hollywood-Filmen ist sie zu hören.

„Entschuldigung, ich bin zu spät!“, ruft die junge blonde Frau, noch gar nicht ganz dem Taxi entsprungen. Dann kommt sie in den Laden gerauscht, eine Umhängetasche an der Hüfte – und stürzt sich auf einen Stapel Hosen, Blusen und Röcke. Damit unterscheidet sich Irina von Bentheim von ihrem amerikanischen Part Sarah Jessica Parker, die die Carrie Bradshaw in der Serie „Sex and the City“ spielt: Carrie Bradshaw würde jetzt in Schuhbergen wühlen, ihre deutsche Synchronstimme Irina von Bentheim kämpft sich derweil durch einen Haufen Klamotten.

Die braucht sie für ihre Tournee, die im Mai beginnt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird sie aus den Kolumnen der New Yorker Journalistin Candace Bushnell lesen, die mit ihren Texten die Grundlage für die Serie „Sex and the City“ geschaffen hat. Zu kaufen gibt es die Kolumnen ab 23. Februar, mit der Original Carrie-Irina von Bentheim-Stimme. Auf der Bühne wird sie mehr als nur lesen: mit Schuhkartons hantieren, die Outfits wechseln. Die müssen so sexy sein wie die von Carrie Bradshaw. Daher die Anprobierorgie für den perfekten Look im Laden des Berliner Labels Luzifer.

Carrie Bradshaw und Irina von Bentheim, das ist eine Geschichte, die mit einem ganz normalen Vorsprechen anfing. „Ich wusste überhaupt nicht, worum es in der Serie geht“, sagt Irina von Bentheim. Dann kamen die ersten Freunde zu ihr: „Weißt du, was du da sprichst?“ Die Serie wurde Kult. Auf der Straße hat sie noch niemand aufgrund der Stimme erkannt. „Aber ich bin schon gefragt worden, ob ich jetzt auch Sextipps gebe.“ So wie die blonde New Yorker Kolumnistin Carrie Bradshaw, die mit ihren drei Freundinnen Charlotte York, Miranda Hobbes und Samantha Jones seit fünf Staffeln über Männer und das Zusammenleben mit ihnen grübelt. Welcher, wie, wann, wo und ob überhaupt, darum geht es auch in der sechsten und letzten Staffel, die am vergangenen Dienstag angelaufen ist. Wie die zu Ende geht, weiß Irina von Bentheim nicht. Die Synchronisierung ist noch nicht abgeschlossen. „Und wenn ich es wüsste, würde ich nichts sagen. Ich bin ja kein Spielverderber.“

Die Rolle der Carrie ist Irina von Bentheim mehr als nur ans Herz gewachsen. „Andere Charaktere beginnt man irgendwann zu hassen. Hier ist das anders.“ Carrie und Irina haben viele Gemeinsamkeiten, erschreckend viele sogar. „Sie schreibt, ich schreibe auch. Ich bin auch um die Häuser gezogen, als ich in der City wohnte.“ Die City, das ist für die gebürtige Berlinerin Charlottenburg, Wilmersdorf. „Und ich hatte auch einen Aidan und einen Mr. Big in meinem Leben.“ Nur Schuhe findet sie nicht so toll. „Ich investiere lieber in Reisen.“ Heute lebt sie in Wannsee, draußen im Grünen. Genau wie die echte Kolumnistin Candace Bushnell, die aus New York weggezogen ist.

Etwas allerdings nervt Irina von Bentheim an Carrie: „Ich bin stinksauer, dass sie ihren Verlobten Aidan hat laufen lassen.“ Ansonsten findet sie Carrie schon toll, nur deren gewagte Outfits nicht. Ein Nachthemd mit einer Ministrickjacke drüber würde Irina von Bentheim nicht anziehen: „Carrie sieht manchmal unmöglich aus.“ Wie die vier Freundinnen auf dem Bildschirm sind auch die Synchronsprecherinnen mit jeder Staffel enger zusammengerückt. „Wir gehen auch zusammen weg. Es ist seltsam. Wir haben alle völlig verschiedene Charaktere.“

Natürlich gibt es auch köstliche Momente. Wenn zum Beispiel Regisseur Theodor Dopheide seinen vier Damen erklären muss, auf welche sexuelle Wortspielerei oder Praktik der nächste Dialog anspielt. „Dann kriegt er leicht rosa Ohren.“ Angeblich hat er unheimlich viel über Frauen gelernt in dieser Serie. Nur was, das will er nicht sagen. Aber gerade das wäre wirklich interessant, findet sie. „Vor allem Männer meinen, sie müssten die Serie nicht sehen. Dabei kann man so viele Tipps darüber bekommen, was Frauen eigentlich wollen.“

Irina von Bentheim hat bei Rias2 gearbeitet, auf der Bühne gestanden, macht Lesungen und moderiert. Aber das Synchronsprechen hat einen besonderen Stellenwert für sie. „Die Stimme ist etwas sehr Sinnliches.“ Wenn sie eine Figur spricht, dann wird Irina von Bentheim für die Dauer eines
Tages, einer Szene zu dieser Person. „Wo sonst in Deutschland hat man die Möglichkeit, in Hollywoodfilmen mitzumachen? Ich hatte mehrfach das Vergnügen, mit Brad Pitt zu schlafen.“ Als deutsche Stimme von Claire Forlani in „Rendezvous mit Joe Black“ oder als Synchronstimme von Julia Ormond in „Legenden der Leidenschaft“. Was sie Carrie für die letzte Staffel wünscht? Keinen Mr. Big mehr, der ihr den Kopf verdreht. „Auf den bin ich echt sauer!“ Und ein offenes Ende, damit Sarah Jessica Parker weiter drehen kann. Constance Frey

Sex and the City, Auswahl der besten Kolumnen von Candace Bushnell, gelesen von Irina von Bentheim, 2 CDs, 19,95 Euro, ab 23. Februar im Handel. Lesung am 21. Mai im BKA-Luftschloss, 20 Uhr, Karten 16 Euro
Constance Frey, Tagesspiegel


GEO: „Berliner Lieblingsplätze“

Welches sind die schönsten Ecken der Haupstadt? Bei GEO.de geben Prominente ganz private Tipps


Photo: So-Min Kang

Teufelsberg

„Als Berlinerin fällt es mir schwer mich für den Platz zu entscheiden, weil es hier so viele schöne Plätze gibt – geschichtsträchtige, romantische, monumentale. Ein Platz, der dies alles für mich vereint, ist der Teufelsberg in Charlottenburg. Ich bin ganz in der Nähe aufgewachsen und auch zur Schule gegangen. In der großen Pause stieg ich oft nach oben, um den Kopf frei zu kriegen, im Winter gingen wir dort rodeln, im Herbst Drachen steigen lassen, im Frühling war dies der beste Ort für ein heißes Date und in warmen Sommernächten sah ich die Stadt von oben funkeln.

Die Abhörstation auf dem Gipfel des Berges hatte immer etwas Geheimnisvolles. Dass der Teufelsberg ein Trümmerberg ist, und was das bedeutet, wurde mir erst später klar. Für mich zählte immer der atemberaubende Blick auf Berlin, einer pulsierenden Stadt zwischen Wald und Wasser, die ihresgleichen sucht. Ich glaube ich sollte mal wieder hochsteigen und mir den Wind um die Nase wehen lassen.“

Irina von Bentheim: Journalistin, Schauspielerin und deutsche Stimme der Sarah Jessica Parker in „Sex & the
City“


BZ: „Wenn diese Frau spricht, schwinden die Sinne“

Irina von Bentheim, die betörendste Stimme der Stars, hat „Sex nach acht“ im BKA


Hingegossen liest Irina von Bentheim mit sexy Stimme,
die sie auch TV-Serienstar Sarah Jessica Parker lieh.
Foto: C.Schiffers

Einmal im Monat heißt es bei Irina von Bentheim „Sex nach acht“. Ein
bisschen wenig, oder? „Nein“, sagt die deutsche Stimme von Sarah Jessica Parker („Sex and the City“), „glücklicherweise ist es nicht Wochen her! Das ist nur der Titel meiner Show im BKA.“

Nach der testosteronhaltigen Show zur WM liegt der Schwerpunkt auf Weiblichkeit. Es geht um die Vagina. „Wir klären die Fundorte von A-Punkt, C-Punkt, U-Punkt, nachdem der G-Punkt geortet ist.“

Der Ex-Kinderstar erlag der Faszination Bühne, bringt in das Show-Konzept ihr Können ein.

„Ich fühle mich nicht als Sexpertin, aber rede gern über Sex. Ohne
dass es schmuddelig ist. Inspirationen kann jeder mit nach Hause nehmen.“ Die „sinnlichste Stimme der Stars“, die Sarah Jessica Parker noch nie getroffen hat, wohnt allein in Zehlendorf, ist aber liiert. Ihre Stimme, sagt sie „ist Ausdruck meiner Seele. Das Äußere verfällt eh, aber die Stimme bleibt.“ spy