HörbarWeiblich – die neue Hörbuchreihe mit sinnlichen, bewegenden Geschichten, die selbstbewusste Weiblichkeit ausstrahlen.

Präsentation des Verlags auf der Leipziger Buchmesse 2008/2009

Die erotischsten Stimmen Deutschlands Irina von Bentheim („Glitzernacht“) und Jaron Löwenberg („Engel der Schatten“) geben in zwei Veranstaltungen Kostproben aus den Hörbuchproduktionen.


Irina von Bentheim auf der Messe und bei „Bretz“

Am 27.11. ist der Verlag bei der 6. Hörbuchpressebörse dabei c/0 LauscherLounge, Waldemarstrasse 33 a, Hof 2, Aufgang B, 4. OG, 10999 Berlin

Dort stellt Irina von Bentheim ihre neuen Downloadproduktionen vor.

„Eine Liebe in Luxor“

Eine faszinierende Reise durch das Ägypten des 19. Jahrhunderts

Kate Pullingers preisgekrönter Roman erzählt vom faszinierenden Schicksal einer jungen Frau, die von der Treue zu ihrer Lady, der Liebe zu einem Mann und dem Wunsch nach Selbstbestimmung geleitet wird.

England, 1862. Als Lady Duff Gordon von ihrem Arzt nach Ägypten geschickt wird, um dort im trockenen, warmen Klima ihre Tuberkulose auszuheilen, bedeutet das auch für ihr Dienstmädchen Sally ein Exil auf unbestimmte Zeit. So begeben sich die beiden, schwankend zwischen Staunen und Angst vor der exotischen Fremde, gemeinsam auf eine Flussfahrt den Nil hinauf.

Begleitet werden sie von Omar, einem erfinderischen Dragoman und begnadeten Koch. Als Lady Duff Gordon in Luxor ihr Korsett gegen Männerkleider eintauscht, Arabisch lernt und zu wöchentlichen Salons einlädt, beginnt auch Sally, eine ungeahnte Freiheit zu genießen. Doch diese Freiheit hat ihre Grenzen …
»Ein Erzählstil, so sanft wie der Nil, dessen Atmosphäre Pullinger verführerisch heraufbeschwört.« The Independent

 

 


Der Verlag hörbarWeiblich präsentiert „die Bienenkönigin“ von Gloria Vanderbilt.

„Nichts macht soviel Spaß wie Männer“

Sie stammt aus einer der reichsten Familien Amerikas, zählte zu den schönsten Frauen New Yorks und hatte Affären mit den begehrtesten Männern.

Gloria Vanderbilt, High Society-Lady, Modedesignerin und Autorin löste mit ihrem neuesten Werk in den USA einen kleinen Skandal aus.

In dem Roman einer Begierde geht es um die Witwe Priscilla, die im Nachlass ihres geliebten Mannes einige Überraschungen zutage fördert:

Ein Bündel in Purpur gebundener Briefe, geschrieben von einer Frau, die sich selbst „Bienenkönigin“ nennt. Sie beschreibt darin in freizügigster Art welche schamlosen Liebesrituale sie mit dem Verstorbenen teilte. Priscilla, für die Sex nur eine eheliche Pflichterfüllung war, beginnt zu lesen, verletzt, schockiert und doch mit brennender Neugier. Und mit jedem Brief nimmt die Bienenkönigin mehr Besitz von ihr…

Gelesen wird der Roman von Irina von Bentheim, die mit ihrer erotischen Stimme die Personen und die Situationen so lebendig macht, dass dieses Hörbuch nicht nur zu einem Genuss sondern zu einem Sinnesrausch wird.

Hörproben:

Trailer


hörbarWeiblich präsentiert:

„Ich bin eine Berlinerin“

Eine Dokumentation mit Originaltönen und Reportagen aus den 80er Jahren u.a. mit Steffi Graf, Wolfgang Neuss, Helmuth Kohl, Wolfgang Joop, Frank Elstner und vielen Berlinern! Gesammelt, geschrieben und gesprochen von Irina von Bentheim. Sie hat den ersten Männerstrip Deutschlands in Berlin genauso interessiert verfolgt wie den Fall der Mauer oder die lange Schlange der DDR-Bürger vorm Westberliner Sex-Shop. Gekrönt wird dieses O-Ton Collage mit einem Live – Bungee-Jump der damaligen Radio-Reporterin mit Mikrofon zum 9.November 1990.

Eine bemerkenswerte Art die deutsche Wiedervereinigung zu feiern!

ISBN 978-3-940318-03-9, 1 CD, 78 min, Preis: € 9,95

Hörproben:

Intro

Bungee Jumping

Interview:

Radio Berlin: Popsterne


Rezensionen

 

Eine Liebeserklärung an Berlin

Montag, 24. August 2009 04:00 – Von Karoline Beyer

Der Schrei ist markerschütternd. Schweres Atmen ist zu hören.
Die Radioreporterin Irina von Bentheim springt von einem Bungee-Kran am Pariser Platz – und sendet live auf Rias 2. Das war 1990. Diese und viele andere Geschichten, die die heute 47-Jährige mit und ohne Mikrofon erlebt hat, fasst sie auf der neuen CD ihrer Hörbuchreihe „Hörbar weiblich“ zusammen. Es ist eine Liebeserklärung an ihre Heimat. „Ich bin eine Berlinerin“ erzählt von einer spannenden Zeit in einer spannenden Stadt. In ihr fühlte sie sich als Kind geborgen. Als Reporterin ist sie hier in ihrem Element. Die Ausschnitte ihrer Beiträge zeigen: Die einst geteilte Stadt ist ein Abenteuer für die junge Journalistin. Als sich die Ereignisse der Wende überschlagen, ist sie mit dem Mikrofon dabei, interviewt unter anderem Ost-Berliner beim ersten Besuch im Sex-Shop und bei Rangeleien ums Begrüßungsgeld.

Mit offenen Augen geht sie durch die Stadt. Und portraitiert nicht nur „Normal-Berliner“. Prominente wie Wolfgang Joop und Frank Elstner gewähren ihr sowohl Einblick in ihre Arbeit, als auch in ihre Gefühlswelt. Helmut Kohl verrät, dass er für jedes Gewicht einen Smoking im Schrank habe. „Insgesamt habe ich zwei oder drei.“ Boxidol Bubi Scholz, der im Rausch seine Frau erschossen hatte, wird bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Tegel bereits von der Rias-Reporterin erwartet.

Der fesselnden Berliner Kulturszene der achtziger Jahre widmet Irina von Bentheim ein ganzes Kapitel. Steffi Graf erzählt aufgewühlt von einem Prince -Konzert in der Deutschlandhalle. Das sei das beste Konzert gewesen, das sie je gesehen habe. „Mein Hörbuch ist auch für Menschen gemacht, die die Zeit in West-Berlin nicht hautnah miterlebt haben“, sagt sie und meint damit auch Ost-Berliner. Die bekamen zwar viel mit – zum Beispiel von Superstars wie Michael Jackson , der auf der anderen Seite vor dem Reichstag spielte. „Live den Moonwalk zu sehen, das war schon was“, schwärmt sie. Die einen konnten Jackson bei „Billie Jean“ sehen, die anderen nur hören. Sie waren auf Hintergrundberichte wie die des Rias 2 angewiesen.

„Der Mauerfall bedeutete für mich auch langfristig den Verlust meiner Arbeit, so wie ich sie bisher beim Rias gemacht hatte. Der Sender hatte den Auftrag, die Leute auf der anderen Seite der Mauer zu informieren.“
Das Leben im geteilten Berlin schildert Irina von Bentheim ausdrucksstark und sehr persönlich: das rhythmische Da-Da-Dam der Betonplattenrillen auf der Transitstrecke oder das absurde Bild der Wachtürme und Stacheldrahtbarrieren an der innerdeutschen Grenze. Auch an ihre Eltern erinnert Irina von Bentheim, zwei Berliner Journalisten: Ihr Vater war Abendschau-Anchorman Alexander von Bentheim, ihre Mutter Ursula Chefreporterin bei der Berliner Morgenpost. Die Autorin holt ein Berlin hervor, das heute verblasst ist: Dass der Teufelsberg ein Berg aus Trümmern ist und einmal einen Skilift hatte, wissen nicht mehr viele. Ebensowenig, dass dort Wein angebaut wurde und ein Ski-World-Cup stattfand. „Ich war mächtig stolz, wozu es mein alter Rodelberg gebracht hatte.“

Sie ist ganz in der Nähe groß geworden und saß oft hier oben, „um die Mauer aus dem Kopf, aber nicht aus dem Herzen zu bekommen“. Irina von Bentheim ist längst als Schauspielerin und Synchron-Sprecherin („Sex and the City“) erfolgreich. Heute um 20 Uhr ist bei den „Stachelschweinen“ im Europa-Center die Premiere ihres Kabarettprogramms „Ein Paar mit (Ge-)Biss – Altern für Anfänger“.

sueddeutsche.de:

…‘ Wer immer im Auto nach Berlin sitzt, dem sei zur Einführung dieses erfrischende Hörbuch empfohlen. jby


AVIVA-BERLIN.de im August 2009:

 

Irina von Bentheim – Ich bin eine Berlinerin – Ein Hörbuch

Iella Peter

In kleinen Passagen über das verrückte Leben im Berlin der 1980er Jahre, inklusive Schulterpolstern und Dauerwelle, lässt Irina von Bentheim ihre Eindrücke von damals Revue passieren.

In 2009 zelebrieren die BerlinerInnen „20 Jahre Mauerfall“ und auch Irina von Bentheim feiert mit. Ihr Hörbuch, eine ganz persönliche Sammlung Berliner Erinnerungen, ist voll von lustigen und liebenswerten Betrachtungen ihrer Heimatstadt.

Es beginnt mit Originaltönen zum Mauerfall und einem 1990 im Radio zelebrierten Bungee-Jumping-Sprung der jungen Frau. Autofahrer, die zufällig zu diesem Zeitpunkt RIAS hörten, mussten rechts ran fahren, weil von Bentheims markerschütternder Schrei sie so erschreckt hatte.

Von Bentheim berichtet vom Lieblingsort ihrer Kindheit: Dem Teufelsberg. Die bedrückende Enge der Mauer war dort nicht zu spüren. Stattdessen konnte der Ausblick auf die geheimnisvolle Abhörstation der Amerikaner genossen werden.

In Richtung Kreuzberg und Neukölln sah die Welt schon ganz anders aus. Hier wurden „Wohnungen mit Blick auf Todesstreifen und Stacheldraht“ vermietet. Irina von Bentheim erzählt von den gruseligen S- und U-Bahnhöfen in dieser Gegend, auf welchen es immer nach einem ganz bestimmten Putz- und Bohnermittel roch und so gut wie nie ein Zug einfuhr. Die „alles zerschneidende deutsch-deutsche Trennung“ war omnipräsent und „No Future“ war der Name für die gesamte Generation, wie sie berichtet.

Aber auch der Charme Berlins wird von der Schauspielerin in ihren Beiträgen eingefangen. Wenn beispielsweise Originalaufnahmen von BerlinerInnen mit sauber ausgesprochenem z bei dem Wort „Europa-Center“ zu hören sind oder wenn die WestberlinerInnen pausenlos für amerikanische Endlosserien wie „Dallas“ oder „Denver Clan“ schwärmten. Auch vom ersten Männerstrip Deutschlands in Berlin, den langen Schlangen der DDR-BürgerInnen vor dem Sex-Shop oder dem Chaos beim Kassieren des Begrüßungsgeldes erzählt sie und untermalt ihre Eindrücke mit O-Tönen.

Berlin hatte in den 1980er Jahren einen Sonderstatus. Es gab die „Berlinzulage“ und viele Firmen folgten diesem Ruf und ließen sich an der Spree nieder. Eine Besonderheit, die damit einherging, war der „Filz“, wie die damalige RIAS-Reporterin es nennt. Alle und alles waren, geradezu inzestuös, miteinander verbunden. Egal, ob es sich um Nacht- oder Politikszene handelte. Und „Schmiere“ war ein gängiger Begriff für den Zustand des damaligen Berlins. Nach von Bentheims Meinung war dies nur durch die Existenz der Mauer möglich geworden.

Alles in allem ist „Ich bin eine Berlinerin“ ein kleines, feines Hörbuch für alle BerlinliebhaberInnen. Nur schade ist, dass Irina von Bentheims Stimme kaum noch von der Figur Carrie Bradshaw zu trennen ist. So ertappt sich die ZuhörerIn manchmal dabei, sich über die scheinbar intensive Beziehung der New Yorkerin Carrie Bradshaw zum Westberlin der 1980er zu wundern. Spannend und witzig bleiben die erzählten Anekdoten aber allemal.

Zur Autorin: Irina von Bentheim lebt in Berlin und ist Schauspielerin, Synchronsprecherin, Entertainerin, Verlegerin und Autorin. Bekannt wurde sie als deutsche Stimme von Carrie Bradshaw, die Hauptcharaktere aus „Sex in the City“. 2009 setzt sie das Kabarettprogramm „Ein Paar mit Biss“ weiter fort.

Weitere Infos und Kontakt unter: www.irinavonbentheim.de

AVIVA-Tipp: Die Stimme von „Sex and the City“ wird nun auch zur Stimme des Berlins der 1980er Jahre. Irina von Bentheims Hörbuch ist eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt und ebenso wie Carrie Bradshaws Kolumne über New York mindestens genauso aufregend, lustig und charmant.


„Ich bin eine Berlinerin“ – das Hörbuch welches ich heute in den Player gelegt habe, überrascht nicht nur mit einem frischen Design sondern auch einer informativen Infotafel im Inneren der Hülle. Amerikanischer, britischer, sowjetischer und französischer Sektor – ja so war das damals.

 

20 Jahre! Ist das wirklich schon so lange her?

Ich drücke “Play” und Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“ erzählt….

Eigentlich nicht wirklich, denn sprechen tut die überaus sympathische Stimme von Irina von Bentheim, die Carry lediglich ihre deutsche Stimme gegeben hat.

Erste O – Töne wirken auf mich ein: Wortfetzen aus einer längst vergangenen Zeit. Glückliche, aufgeregte und wirre Fetzen einer Wende, die so bedeutend für uns alle war.

Irina von Bentheim ist stolz Berlinerin zu sein und das hört man in den nächsten Minuten. Sie spricht über ihre Stadt, sehr verliebt, informativ und bildhaft. Eine kleine Stadtführung für die Ohren.

Zuerst ein kleiner Schwenker vom „Grandhotel Esplanade“, rüber zum Brandenburger Tor, zum Reichstag und der „Straße des 17. Juni“.

Bei all ihrer Liebe zu Berlin hat die Journalistin auch kritische Töne übrig, z.B. die über die finstere S – Bahn.

Während ich als Hörer zusammen mit ihr den „Teufelsberg“ erklimme erfreue ich mich am grünen Berlin. Während dessen wird mir ab und zu ins Ohr berlinert.

Das bringt mich zum Lachen, höre ich es doch hier in Köln viel zu selten dafür begegnen mir die erwähnten Schulterpolster noch dann und wann – zu Karneval.

Irina von Bentheim berichtet aus der Sicht einer Westberlinerin, abgenervt von der Geschwindigkeitsbeschränkung auf der AVUS, von den GrePos und den unfreundlichen Sachsen.

Für mich als Brandenburgerin und Randberlinerin ein wichtiger Punkt, denn auch I.v.B war getrennt von einem Deutschland – von Ostdeutschland. Sie möchte nicht politisch sein, aber sie betont, dass es fast schon Zwang war in diesem geteilten Berlin eine politische Meinung zu haben. Es ging ja auch nicht anders – es sei denn Stacheldraht und Wachtürme sind einem egal.

Iris Berben spricht. Berührt vom letzten „Wetten, dass ….?“ Auftritt Frank Elstners. Lang ist es her. Für mich hieß es damals noch „Aufgepasst, dass…..keiner mitbekommt wenn wir West – TV“ schauen.

Kurz danach sehe ich die Skyline des Prince´schen Bühnenbildes vor Augen und ich fühle mich geblendet von den Scheinwerferlichtern die in meinem Kopfkino herumtanzen, während Irina von Bentheim schon von Prince´ dicker Hose erzählt. Steffi Graf ist ebenso begeistert und haucht mir ins Ohr, dass sie eigentlich schon viertel vor zehn gehen wollte.

Tschüss, Steffi!

Und während ich kopftechnisch noch beim Tennis bin schwenken meine Ohren schon zum Boxen über – für Bubi Scholz öffnen sich die Tore der Freiheit nach 1093 Tagen in Haft. Er fühlt sich belästigt. Schon wieder? Nun ja wir wissen ja wie das Ausgehen kann….

Daher verbringen wir nun etwas Zeit mit den California Dreamboys und Egon Krenz. Tolle Mischung – aber im Endeffekt mussten zu Wendezeiten auch ostdeutsche Politiker die Hose runter lassen. Also passt das schon.

Was nicht passt: Frau von Bentheim erzählt, dass auf ihrer Seite die „Guten“ wohnten. Uns erzählte man das auch. Also waren wir wohl das was ich immer schon ahnte. Wir waren alle die „Guten“.

Und dann legt die Zeitreise den Turbogang ein: Die Bilder im TV, die Gesichter der glücklichen Menschen, der Familien die sich mit Tränen überströmt in die Arme fallen am Grenzübergang der nun offen war und ist und hoffentlich immer sein wird.

„Ich kenne es nicht anders!“ – dieser Satz sagt viel von dem Gefühl was ich und viele andere Deutsche damals hatten. Egal von welcher Seite man es betrachtet.

Ob vor dem Radio oder IM Radio, so wie Irina von Bentheim damals beim RIAS als ein historischer Moment den nächsten jagte.

100 000 Menschen drängen auf den Ku´damm, ich spitze meiner Ohren um kein Wort dieser Zeitreise – Stadtrundfahrt zu verpassen und habe Gänsehaut.

Und dann lache ich wieder herzlich, weil so eben die ersten DDR – Bürger in die Sexshops strömen um zu schauen „was es da alles gibt“.

Danach wird es privat. Eine kurze Zusammenfassung über die „von Bentheims“, Charakterzüge, Erinnerungen und Tränen um Ursula von Bentheim.

Die O – Töne die immer wieder eingespielt werden bringen wunderbare Abwechslung auf die Ohren und im Herzen, denn irgendwo ist diese Wende noch ganz tief in mir drin.

Leider manchmal auch bei den Menschen. Sind wir nicht immer noch (manchmal) Ost und West?

Aber bevor ich während des Hörens ins Grübeln gerate zaubert die sympathische Stimme im Player noch einen Höhepunkt aus dem Ärmel: den mitgeschnittenen Bungee – Jump vom 09.11.1990, den Irina von Bentheim als erste Frau Deutschland am Pariser Platz wagte.

Ihre Stimme überschlägt sich, hibbelig steht sie da auf der Plattform und dann springt sie….

„Das ist Wahnsinn…!“, sagt sie. Und ich denke es.

Sehr persönlich, bunt und voller Leben erzählt die Entertainerin von ihrem Berlin der Wende.

Voller Emotionen lässt sie den Hörer teilhaben an ihrer Arbeit beim Radio, ihrem Leben und Erleben in dieser Stadt. Eigentlich ist das Hörbuch kein Hörbuch, sondern eine Liebeserklärung an eine Stadt verpackt in eine Stadtrundfahrt für die Ohren.

Danke dafür an Frau von Bentheim!

© Ricarda Ohligschläger

11.08.2009


„I moved to Berlin in Feb. 1991, 15 months after the Wall came down. I always felt like I was missing something, because I never experienced the ‚old days‘ when Berlin was still a divided city. Irina von Bentheim’s outstanding spoken word documentary „Ich bin eine Berlinerin“ fills in all the gaps for me. Listening to it makes me feel like I’m right there in the middle of the action.“

 

Michael Hooper, www.textinternational.com

Ich bin eine Berlinerin

Die Stimme kennt man doch! Klar, Irina von Bentheim ist vieles, aber eben auch Synchronsprecherin – und bekam die Aufgabe, in der Serie „Sex and the City“ die Heldin Carrie zu sprechen. Seitdem ist ihre Stimme berühmt und wird unweigerlich mit New York verbunden. Sie kann wie kaum eine andere vom Großstadtdschungel schwärmen. Kein Wunder, möchte man meinen, ist Irina von Bentheim doch eine wahre Großstadtpflanze und eine echte Berlinerin. Die Frau mit der einnehmenden Stimme verschlug es zum Radio. „Hörbar Weiblich“ hat sich nun all dies zunutze gemacht und Irina von Bentheim von „ihrer“ Stadt erzählen lassen. Geschmückt mit zahlreichen O-Tönen erzählt sie erstaunlich freizügig und persönlich von ihrer Zeit in (West-)Berlin und von der Wende.

Es sind Geschichten einer untergegangenen Welt, die es nach der Wiedervereinigung so nicht mehr gab, eine eingemauerte Stadt in den wilden, punkigen 80er Jahren.

Scheinbar ohne Punkt und Komma erzählt Irina von Bentheim von ihrer Zeit in West-Berlin. Wer diese Zeit noch erlebt hat, wird vieles wiedererkennen. Wer keine Erinnerung an die Zeit der Teilung hat oder damals nicht in Berlin war, der kann sich einfach von der Sprecherin in diese Zeit entführen lassen. Nicht selten wird man dabei denken: „Carrie“ erzählt von Berlin! Denn wer die Hörbücher zu „Sex and the City“ hörte, wird die gleichen Stimmlagen erkennen, egal, ob von Bentheim von New York erzählt oder eben von Berlin. Irritierend wirken da die Originaltöne von ihren Radioreportagen, klingt hier ihre Stimme doch seltsam rau und auch etwas fremd. Wer aber erst mal erkannt hat, dass man hier wirklich Ausschnitte aus den 80ern hört, die damals wirklich im Radio liefen, wird an diesen kleinen Ausschnitten seine Freude haben.

Als echte Berlinerin kann von Bentheim dabei eine Reihe von interessanten, kuriosen kleinen Details beisteuern – und auch mit echten Berliner Dialekten aufwarten. Überraschend vielseitig und oft auch nachdenklich sind ihre Erzählungen – aber eben auch etwas orientierungslos. Irina von Bentheim treibt durch die Stadtgeschichte, erzählt von den verschiedensten Orten, Zeiten und Menschen. Die einzelnen Tracks gehen dabei einfach ineinander über, ohne dass man merken würde, wo eine Episode aufhört und die nächste beginnt. Dementsprechend sollte man sich die 78 Minuten am Stück anhören und sich möglichst nicht stören lassen.

Man sollte für diese kleine Zeitreise Irina von Bentheim, besser gesagt ihre Stimme, mögen. Wer dies tut, kann mit diesem kleinen Hörbuch nur gewinnen. Wer gerne etwas über Berlin zur Zeit der Teilung in Ost und West erfahren möchte, erzählt durch eine Berlinerin, die damals als Reporterin wirklich im Zentrum des Geschehens war, der ist hier goldrichtig. Selbst wenn man keine Hörbücher oder Radioreportagen mag, hat „Ich bin eine Berlinerin“ eine Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Ein unnachahmliches Stück Zeitgeschichte, erzählt von einer Frau, die man so noch etwas besser kennen lernen kann, zusammen mit ihrer Stadt. Ein sympathisches Stück Berlin.

Susanne Fischer
www.media-mania.de

hörbarWeiblich präsentiert:

Die deutsche Stimme der Carrie aus „Sex and the City“

„Beziehungskisten“ von und mit Irina von Bentheim

Das sind 12 Kolumnen – für jeden Monat eine -, die beweisen: „Sex and the City“ gibt es nicht nur in Manhattan.

Irina von Bentheim hält ein Plädoyer gegen den vorgetäuschten Orgasmus, macht sich Gedanken über die angesagte Intimfrisur bzw.- Rasur, und spricht über das Problem, wenn die Hose kneift oder der Partner zuviel nach anderen Frauen guckt. Sie gibt Antworten auf die Fragen: Lohnt es sich noch mal Jungfrau zu sein? Oder: sind unordentliche Frauen besser im Bett?

Irina von Bentheim, Schauspielerin, Synchronsprecherin, Entertainerin, Verlegerin und Autorin aus Berlin ist ein Multitalent. In Bühnenshows, Lesungen, Kabarettprogrammen und Radiosendungen kümmert sie sich erfolgreich und voller Leidenschaft um die schönste Nebensache der Welt. Die hier versammelten Kolumnen sind alle aus dem Großstadtleben gegriffen. Gehen geschmackvoll unter die Gürtellinie, treffen mitten ins Herz und haben alle ein selbstironisches Augenzwinkern.

Die Presse meint: „Wenn diese Frau spricht, schwinden die Sinne“

„hörbarWeiblich“ bringt das zu Gehör, was Weiblichkeit ausmacht:

in allen Nuancen schillernde Sinnlichkeit! Mit den erotischsten Stimmen Deutschlands.

1 CD

Länge: ca. 50 min

Gattung: Kolumnen

Autorin/Sprecherin: Irina von Bentheim

Preis: 9,95 €

ISBN: 978-3-940318-02-2

Hörprobe:

Beziehungskisten

Interview:

Koschwitz am Morgen – Berliner Rundfunk


Audiamo schreibt:

 

„Charme und Witz gepaart mit einer sexy Stimme. Ein Hörbuchtipp für alle „Sex and the City“-Fans, und alle, die es noch werden wollen.“


„Engel der Schatten“ ist eine Koproduktion mit dem Plaisir d` Amour- Verlag. Eine erotische Novelle über den attraktiven Nicholas, einen gefallenen Engel, der mit allen Verführungskünsten versucht, die reine Seele von Cecile in sein Schattenreich zu ziehen.

Diese Novelle wurde von Astrid Martini verfasst, eine der Shooting – Stars auf dem weiblichen Erotikbuch-Markt.

Gelesen wird „Engel der Schatten“ von dem Schauspieler Jaron Löwenberg – die erotischste männliche Stimme Deutschlands.

2 CD’s

ca. 141 min

Gattung: Novelle

Autor: Astrid Martini

Erschienen bei plaisir d‘ Amour

Regie: Irina von Bentheim

Preis: 15 Euro

ISBN:978-3-940318-01-5

Erscheinungsdatum: Frühjahr 08

Hörprobe:

Engel der Schatten


A. Marx „MIDNIGHT-SPELL“ (Köln):

 

INHALT: Als Cecile den attraktiven Nicholas kennen lernt, ist nichts mehr so, wie es einmal war! Entgegen ihrer Prinzipien lässt sie sich von ihm verführen, verbringt sinnliche Stunden mit ihm und gerät vollkommen in den Bann dieses mysteriösen Mannes. Sie ahnt nicht, dass Nicholas ein Bewohner des Schattenreiches ist – ein ‚gefallener Engel‘ – der es auf ihre Seele abgesehen hat! Nicholas will Ceciles Lust wecken, sie ins Schattenreich locken und ihre Seele ins Verderben stürzen… Doch auch für Nicolas selbst, entwickelt sich diese Beziehung nicht ganz ungefährlich, denn vollkommen unerwartet scheint plötzlich Nicolas Herz mehr in Gefahr zu schweben, als Ceciles Seele…

Wer den Roman schon gelesen hat, weiß ja bereits wie gut dieser geschrieben ist, aber durch Jaron Löwenberg (Sprecher) erwacht die Geschichte (und vor allem Nicolas) auf wundersame weise zum Leben. Ich muss wirklich sagen, dass der Verlag keinen besseren Sprecher hätte wählen können!!! Die Stimme von J. Löwenberg ist einfach der Traum jeder Frau, und seine Betonung ist einfach nur großartig – verführerisch, sinnlich und lockend…

Mein Tipp: Unbedingt kaufen und auf keinen Fall verpassen: Hervorragende Story, gelesen von einer faszinierenden Männer-Stimme!


Rezensionen von www.happy-end-buecher.de

 

Anke:

‚Engel der Schatten‘ ist ein rundherum gelungenes Hörbuch, das ich für Fans, ebenso wie Einsteiger in das erotische Genre empfehlen kann.

Astrid Martini steigert die Intensität der Geschichte geschickt, ohne sich zu wiederholen oder langweilig zu werden. Besonders der fulminante Showdown im Schattenreich hatte mir es angetan und mich überaus gefesselt. Dabei ist mir gerade zum actionreichen Ende hin der sehr angenehme und bildhafte Schreibstil von Astrid Martini besonders positiv aufgefallen.

Aber das ist im Vergleich nichts zu der Begeisterung, die ich dem hervorragenden Sprecher Jaron Löwenberg entgegenbringe. Mit seiner Stimme und seine Interpretationskunst, vor allem bei der Figur des Nicolas, hat er mich von Anfang an in den Bann gezogen und eine prickelnde Atmosphäre geschaffen.

Kurz zur Aufmachung der CD: Die zwei CD’s des Hörbuches, mit einer Laufzeit von je über 70 min., haben für mich genau die richtige Länge, um mich, von der ersten bis zur letzten Minute, zu fesseln. Die in eine Länge von ca. 10 min. gut unterteilten Kapitel, sind mir zwar positiv aufgefallen, habe ich aber, da ich die CD’s mit angehaltenem Atem am Stück gehört habe, überhaupt nicht benötigt ;-)!

Fazit: Eine empfehlenswerte Hör CD, die sich durch die hervorragende Sprecherwahl und eine anregenden und sehr gut geschrieben Geschichte auszeichnet.

Bacherl:

Eine sehr erotische, spannende, mystische Story, die einen flüssigen, sich steigernden Verlauf aufweist . Die Erotik ist detailliert und ziemlich „direkt“ beschrieben, so wie man es von einem erotischen Hörbuch erwarten darf. Anstößig wirkt es in keiner Weise.

Mit ihren gefallenen Engeln hat Astrid Martini sehr sexy Wesen geschaffen, die mich von Anfang an fasziniert haben und direkt eine prickelnde Wirkung auf mich hatten.

Auch das düstere Schattenreich bildet den perfekten Lebensraum für diese Wesen und eine tolle Kulisse für das großartige Finale.

Aber so gut eine Story auch sein mag, bei einem Hörbuch ist der Sprecher meiner Meinung nach noch etwas wichtiger, womit wir bei Jaron Löwenberg wären! WOW, was für eine Stimme! Männlich und sehr sexy – wie für erotische Hörbücher geschaffen.

Durch die Stimme und den wunderbaren Lesestil des Erzählers waren besonders die erotischen Szenen sehr lebendig und anregend.

Das Lesetempo war genau richtig, die Emotionen perfekt interpretiert.

Jaron Löwenberg kann sehr viel Gefühl in seine Stimme packen – von sexy bis arrogant, alles war glaubwürdig und erzeugte eine bildhafte Vorstellung bei mir.

Könnte ich Stimmen vergeben, würde Nikolas genau diese bekommen!

FAZIT: So stelle ich mir ein erotisches Hörbuch vor – volle Punktzahl von mir!


Bolly-Wood.de/.net Kurzrezension:

Glitzernacht – Bollywood Nights ist das erste bekannte Hörbuch zum Thema Bollywood und Indien, aufgegriffen wurde das Buch „Glitzernacht“ von der indischen Bestseller Autorin „Shobhaa Dé“. Gelesen und veröffentlicht wird die Story von einer der wohl besten und bekanntesten Synchronsprecher aus Deutschland, Irina von Bentheim, den meisten aus der Serie „Sex and the City“ bekannt. Die Geschichte dreht sich um ein Bollywood Star namens Aasha Rani, welche ihre große Liebe sucht. Klingt typisch für viele Bollywood Filme und deren Themen und genau so ist es.

In diesem Hörbuch kommen Bollywood Fans auf ihre Kosten. Man kann sich Bollywood voll und ganz hingeben, ohne diesmal die Augen bemühen zu müssen. Die Geschichte wird interessant und prickelnd von Irina von Bentheim erzählt. Die erotischen Sequenzen können wohl von keiner Sprecherin sinnlicher gesprochen werden und gehen daher unter die Haut.

Wer Bollywood mag, wird dieses Hörbuch auch mögen, die Umsetzung ist gut und die Geschichte interessant, auch die Verpackung kann sich sehen lassen, wieso also nicht probieren und genießen?

Mehr unter: www.bolly-wood.de


Irina von Bentheim und Shobhaa Dé auf dem Festival „Bollywood and beyond“ in Stuttgart, Juli 2008:


Bollywood im Spiegelzelt in Braunschweig beim „Seitenweise“-Festival


Indien – eine Milliarde Menschen, Zehntausende Götter, uralte Geschichte, eine der geheimnisvollsten und faszinierendsten Kulturen dieser Welt. Bollywood vereint all das in sich, die Gigantomanie, die Vielfalt, die Emotionalität und auch die Spiritualität des Landes. Die Schauspieler werden nicht nur umjubelt, sondern regelrecht vergöttert, Indien produziert im Jahr über 500 Kinofilme, mehr als Hollywood. Es ist ein Universum in sich selbst, mit seinen Tausenden von Berühmtheiten- Stars, Regisseure, Produzenten. Klatsch und auch Neid und Missgunst gehören genauso dazu wie Menschen, die für den Erfolg bereit sind, sich und ihre Seele zu verkaufen.

 

Um all dies dreht sich der Roman von Shobhaa Dé, die selbst zu den schillerndsten Persönlichkeiten Indiens gehört. Über den Glamour hinaus, schafft sie es auf die bodenständigste und charmanteste Art der Welt, für die Rechte der Frauen und die Freiheit der Sexualität ein zu stehen:

Inhalt:

Die schöne Filmschauspielerin Aasha Rani, der »Liebling der Massen«, macht einen Fehler: Sie verliebt sich. Der Star der Traumfabrik scheint entschlossen, seine Karriere zu ruinieren. Eine verzehrende Leidenschaft gefährdet alles, was Aasha erreicht hat. Als verletzliches junges Mädchen kam sie nach Bombay, angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutter. Zahllose Demütigungen, zahllose Männer hat sie erduldet: Shet Armichand, den Unterwelt-Boss, der die Studios beherrscht, Kishenbhai, einen kleinen Verleiher, der sie liebt und ihr zum ersten Mal eine Chance gibt. Und jetzt will sie alles aufs Spiel setzen? Ein junges Mädchen in der Traumfabrik »Bollywood« – schön, bewundert und ausgebeutet.


Shobhaa Dé und Irina von Bentheim in Mumbai

Hörproben:

Glitzernacht – Bollywood Nights: Teil 1

Glitzernacht – Bollywood Nights: Teil 2


Interviews:

 

Koschwitz zum Wochenende

Planet Radio, Frankfurt


Mehr als ein Märchen

 

Alle Männer wollen ihre Brüste anfassen. Aasha Rani, angehender Bollywoodstar, bezahlt ihren Ruhm mit ihrem Körper. Ihre ehrgeizige Mutter treibt sie an, denn zum Star wird man nicht geboren, sondern gemacht. Aasha muss Partys besuchen, nett zu diesem oder jenem „Onkel“ sein, geht mit aufs Zimmer und hofft, sich nicht noch unterhalten zu müssen. Bevor man sie den schlecht gelaunten, übel riechenden Studiobossen zuführt, wird sie mit einem Antiseptikum eingerieben, muss Vaseline auftragen und zur Verhütung ein Diaphragma einsetzen. Durch ihre erotischen Liebesdienste, glaubt Aasha, bleibt sie zumindest keinem etwas schuldig.

Märchen trifft auf Realität. Auch das ist Bollywood: auf der Leinwand die zarte Liebe, hinter den Kulissen der harte Porno. Die Förderer sind zugleich die Zuhälter. Bis auf Akshay. Diesen Kollegen, ein Filmstar, liebt Aasha wirklich. Doch in der hohlen Welt der Gefühle kann sich die größte Liebe nicht erfüllen.

Dies ist die radikale Geschichte einer sanften, aber konsequenten Emanzipation. Die in Indien populäre Autorin Shobhaa Dé gibt ihrer schonungslosen „Glitzernacht“ einige jähe Wendungen und macht am Ende aus einer gedemütigten eine respektable Frau.

Irina von Bentheim, die so melancholisch wie munter, zickig wie zischend liest, trifft jederzeit den richtigen Ton. Mit diesem Hörbuch eröffnete sie ihre Reihe „Hörbar weiblich“. Ein geglücktes Debüt mit der seltenen Mischung von Seele und Verstand.

Berliner Zeitung, 13.11.2008


hörBücher schreibt:

 

„Ebenso überzeugt die vielseitige Sprecherin mit ihrem Stimmeinsatz- vor allem bei der direkten Rede der Figuren. Vom Kind bis zum Greis erfüllt sie die Protagonisten mit Leben, erzeugt Spannung und die indischen Namen gehen ihr wie selbstverständlich über die Lippen. Eindeutig nicht nur etwas für Frauen oder Bollywood-Fans.“


www.hoernews.de schreibt:

 

Kommentar – Detlef Kurtz

„Glitzernacht“ entführt uns nach Bollywood, das – wenn man diesem Roman glauben darf, zwar kleiner, aber gar nicht so sehr anders ist, als das große Hollywood. Das Hörbuch handelt um eine junge indische Schauspielerin – Aasha Rani – die viel durchmachen muß, um bekannt zu werden und zu bleiben. Der Roman bietet alles, überraschende Wendungen, Schicksalsschläge und auch eine Prise Kitsch, für die Bollywood auch hierzulande bekannt ist.

Gelesen wird der Roman von Irina von Bentheim, der deutschen Stimme von Sarah Jessica Parker in „Sex and the City“. Das Label „hörbar weiblich“ ist ein von ihr gegründeter junger Hörbuchverlag, dessen Erstlingswerk „Glitzernacht“ ist. Der Stoff wird nicht einfach nur gelesen, wer wird erlebt. Mal ängstlich, mal sinnlich, mal voller Temperament. Die Gefühlspaletten, die die Vorlage bietet, werden konsequent ausgenutzt, um eine lebendige Darbietung zu präsentieren. Betonungsfehler sind nicht auszumachen und das Tempo ist ordentlich, sodass nie Langeweile aufkommt.

Technisch hat sich ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen. Die Lautstärke zwischen den Tracks variiert hin und wieder, aber zu jederzeit ist alles deutlich zu verstehen.

Die 2 CDs sind in einem Digipak untergebracht.Das Design bietet gut ausgewählte, augenfreundliche Farben, lediglich das die Inhaltsangabe im Innern und nicht von außen sichtbar ist, dürfte unentschlossene Käufer stören.

Fazit: Ungewöhnliche, aber doch mitreißende Literatur, die temporeich und mit viel Herz vorgetragen wird.


www.bequeen.de schreibt:

 

Glitzernächte in Bollywood

Die Geschichte des Bollywood-Stars Aasha Rani, ihrer großen Liebe und ihrer Suche nach dem eigenen Glück.

Bollywoodfilme mit ihrem üppigen Dekor, der durchdringenden Musik und romantischen Liebesgeschichten entführen den Zuschauer in eine andere Welt. Irina von Bentheim, die deutsche Stimme von Carrie Bradshaw aus „Sex and the City“, beweist, dass diese Verzauberung auch übers Ohr funktioniert. In ihrer neuen Hörbuchreihe „hörbarWeiblich“ hat eine der berühmtesten Synchronstimmen Deutschlands den Worten der indischen Schriftstellerin Shobbha Dé Ausdruck verliehen. Irina von Bentheim liest „Glitzernacht – Bollywood Nights“, den neusten Roman der schillernden Autorin Shobbha Dé.

„Glitzernacht“ handelt von Aasha Rani, einem bekannten Star in Bollywood. Sie wird von ihrer ehrgeizigen Mutter nach Bombay in die Filmindustrie getrieben und erduldet auf dem Weg zum Höhepunkt ihrer Karriere zahlreiche Demütigungen anderer Männer. Mit der Liebe zu ihrem Filmpartner Akshay zerstört Aasha Rani ihre Karriere und verlässt Indien. Irina von Bentheim erzählt Aasha Ranis Geschichte, ihre bedingungslose Liebe zum verheirateten Akshay und ihr neues Leben fernab von der Heimat mit viel Hingabe und Spannung. Die erotischen Passagen zusammen mit den vereinzelten indischen Liedern sorgen beim Zuhören einige Male für Gänsehaut!

beQueen empfiehlt: Machen Sie sich einen süßen Chai Tee und genießen Sie die wunderschön-tragische Liebes- und Lebensgeschichte von Aasha Rani, einer schillernden Bollywood-Schauspielerin.


TIP Berlin: „Stadtleben: Folge 031: Harzer Straße 39.“

Was wurde aus der Heimat der Synchronsprecher?

Hollywoods Außenstelle liegt in Neukölln: Hier, in den Geyer-Werken in der Harzer Straße, wird seit rund 50 Jahren ausländischen Kino- und Fernsehproduktionen die deutsche Sprache eingehaucht. Filme wie „Polar Express“ oder „Dawn of the Dead“ und Serienhits wie „Ally McBeal“, „24“ oder „Six Feet Under“ wurden hier synchronisiert. Linoleumgänge, voll gerümpelte Räume, staubige Vorhänge vor jedem Fenster, keine Spur von Glamour ­ die Hinterhausbaracke, in der sich die drei Tonateliers befinden, scheint der ödeste Ort der Welt zu sein. Aber wenn es gut läuft, passiert hier etwas Mythisches: Ein fremder Held und ein deutscher Schauspieler verschmelzen zu einem Filmcharakter und machen ihn hierzulande populär. Schauspielerin Irina von Bentheim (Foto) ist das gelungen: Sie ist als deutsche Stimme von Carry in „Sex and the City“ so bekannt geworden, dass sie mittlerweile eine eigene Radiosendung moderiert: „Sex nach Neun“. Von Bentheim hat mit sieben Jahren bei Geyer ihre erste Rolle gesprochen: Emma im Kinderfilm „Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft“. Bei der Gelegenheit bekam sie auch ihren ersten Kuss: in der Aufnahmepause, versteckt hinter der Leinwand, von Filmpartner Archibald Eser alias Gaylord. „Auf der Leinwand haben wir uns gehasst, und im wahren Leben haben wir uns geliebt!“, sagt sie mit übertrieben entzückter Stimme. Weil das Sprechen gut geklappt hat, wurde sie danach öfter ins Studio gerufen, um ­ zum Teil zusammen mit ihrem Bruder Nicolai ­ Kinderfilme zu synchronisieren. „Wir waren eine wilde Synchron-Kinderclique damals, der Regisseur musste Dompteur spielen“, erinnert sie sich. Schon damals mit von der Partie: die Kinder von Wolfgang Völz, Rebecca und Benjamin ­ und Tobias Meister, heute die deutsche Stimme von Brad Pitt. Das Wichtigste bei der Synchronisation sei, in den Sprechrhythmus des Schauspielers, den man synchronisiert, zu kommen. „Der Text muss auf den Punktkommen, da kannst du dich nicht wochenlang einfinden“, sagt von Bentheim. Das Drehbuch bekommt sie vorher selten zu sehen ­ aus Sicherheitsgründen, damit nichts bekannt wird. Selbst auf dem Filmmaterial sind immer häufiger schwarze Streifen, um Schwarzkopien zu verhindern. „Meistens gehst du rein, der Regisseur erzählt dir, worum es geht, und dann machst du es so.“ Das kann morgens schon mal mit einem Orgasmus losgehen oder einer Geburt, und danach spricht sie die strenge Staatsanwältin oder eine durchgeknallte Comicfigur. Von Bentheim ist eine leidenschaftliche Botschafterin ihres Gewerbes und die Geyer-Studios ihr Revier, zu jedem Kollegen erzählt sie eine Geschichte. „Wir kennen uns alle“, sagt der Tontechniker, der gerade am Rauchtischchen hinter dem Mischpult Mittagspause macht. Ist es denn nicht ungerecht oder zumindest tragisch, wenn einer mit seinem Gesicht Erfolg hat, zu dem ein Unsichtbarer mit seiner Stimme beiträgt? „Man wird doch nicht Schauspieler, um in der Öffentlichkeit erkannt zu werden“, wehrt von Bentheim energisch ab, „sondern, um zu spielen.“ Und dafür bietet das Synchronstudio die besten Möglichkeiten.

Oliver Numrich

TIP 01/06